Racing Sails

Als Genua wird ein vergrößertes, anstelle des normalen Focksegel gesetztes, Vorsegel auf Segelyachten bezeichnet. Das Genua überlappt im Gegensatz zum Focksegel den Mast, das heißt das Schothorn befindet sich hinter dem Mast. Bei vielen Segelyachttypen ist die Segelfläche des Genuas größer als die des Großsegels. Das Genua wird bei leichten bis mäßigen Winden gefahren.

Ebenso wie eine normale Fock kann auch das Genua mittels einer Rollreffanlage in ihrer Segelfläche verkleinert oder vollständig eingerollt werden.

Der Name dieses speziellen Segels kommt von einer 1927 in Genua ausgetragenen Regatta der 6-Meter-Rennyachten, wo es erstmals von Sven Salén, einem schwedischen Segler, gesetzt wurde. Früher wurde das Genua auch, zur Unterscheidung vom bauchiger geschnittenen Raumballon, als Kreuzballon bezeichnet. Bei größeren Yachten ist dies aufgrund der Zugkräfte der Spischoten nicht möglich. Hier muss mit doppeltem Geschirr gesegelt werden. Auf jeder Seite ist sowohl eine Spischot als auch ein Achterholer am Spinnaker angemacht. Das jeweils nicht benötigte Schot bleibt locker. Dadurch kann der benötigte neue Achterholer ohne Probleme am Spibaum eingeklinkt werden, während die Spischot noch in Gebrauch ist.

Gefahren mit dem Spinnaker
Als sehr großes und (vor allem im Top) breites Segel entfaltet es seine grossen Qualitäten vor dem Wind. Fällt der Wind mehr von seitlich oder vorne ein, entwickelt sich im Strömungsprofil eine starke Querkraft, die für Krängung und grossen Widerstand sorgt.